Tag 3 - Paddeltag II (Eschwege - Bad Soden)
Das Frühstück holen, Boote vorbereiten und fertig machen, hatte sich nach nur einem Tag schon eingespielt. Wie geplant waren wir alle um Punkt 10:00 Paddelbereit auf dem Fluss. Dann ging es ein kurzes Stück durch Eschwege, wo ein Wehr zu umtragen war. Anschließend konnten wir bis Bad Soden durchpaddeln. Der Tag fing schon leicht bewölkt an, etwas kurz nach dem Wehr wurden, nach einem kritischen Blick in die Wolken, alle dazu aufgefordert ihre Paddeljacken anzuziehen. Keine Minute nachdem der letzte seine Jacke anhatte fing es kurz an zu regnen, hörte dann aber wieder auf. Da das Wetter aber weiterhin instabil wirkte, ließen wir sie an. Dies sollte sich als gute Entscheidung herausstellen. Voller Elan und sich fröhlich austauschend folgten wir der Werra und ihren Määnderungen durch das Thüringer Schiefergebirge. N
ach ca. 1/3 der Strecke konnte man erkennen, wie sich tiefgraue Wolken an den Berghängen stauchten. Unter Anleitung der beiden Fahrtenleiter Yannick und Jörg bildeten wir ein Floß und schwiegen als Gruppe. Es ging in diesem Moment darum gemeinsam als Gruppe zu schweigen und ganz bewusst die Geräusche und Gerüche der Natur beim Einsetzenden Regen wahrzunehmen. Ein einfach magisches Erlebnis.
Auch das der Regen dann bis zum Ende der Tour in Bad Soden anhielt konnte die Stimmung nicht drücken. Als es zu stark wurde, machten wir unter einer Brücke eine kurze Rast auf dem Wasser. Die Zeit wurde aber auch genutzt um das Traversieren und Kehrwasserfahren zu üben.
Zuletzt doch etwas durchgefroren in Bad Soden angekommen, machte sich ein Teil der Gruppe mit dem Zug auf den Weg den Anhänger zu holen. Währenddessen zogen sich alle anderen trockene Kleidung an. Anschließend wurde das mitgebrachte Mittagessen. Bananen, Wassermelone. Brötchen, Riegel und Gummibärchen gemeinschaftlich geteilt und gegessen. Als dann auch wieder die Sonne hervorkam und uns wärmte, war die Motivation wieder auf einem Höhepunkt angekommen und wir machten uns auf, gemeinsam Bad Soden zu erkunden. Hier liefen wir durch die wunderschöne Altstadt, bewunderten die alte Kirche und den Heilkräuter und Bibelgarten. Anschließen beluden wir gemeinsam den Anhänger und fuhren nach Eschwege zurück.
Abends gab es dann noch einmal ein starkes Gewitter und Hagel. Da uns der KC-Eschwege aber netterweise seinen Clubraum öffnete konnten wir gemeinsam ausspannen und aßen bestellte Pizza. Als das Unwetter vorbei war und dabei deutlich weniger schlimm war als in anderen teilen Deutschlands, lies es sich unsere Jugend nicht nehmen nochmal eine Runde in der Werra zu schwimmen. Anschließend gingen alle ins Bett.